16.4.14

15.4.14

Pressekonferenz ELBJAZZ 2014 im Hadley's

Line-up, Locations, Spiel- und Rahmenprogramm für das ELBJAZZ Festival 2014 (23.-24.5.2014) stehen fest. Weitere Informationen: www.elbjazz.de

(Elbjazz) Für manche unerwartet ist, was Sängerin Rebekka Bakken mit dem Sample-Tüftler Jan Bang und dem ebenfalls elektronik-erfahrenen Gitarristen Eivin Aarset auf die Bühne bringen wird: Folksongs ihrer norwegischen Heimat und neue Eigenbauten.

Ihre beiden Instrumentalisten wirken auch in der Band der Percussion-Magierin Marilyn Mazur mit. „Spirit Cave“ lautet vielsagend deren Name, und via Nils Petter Molvaer kommt ein weiterer Vertreter dezidiert nordischer Sounds hinzu. Aber Miles Davis hätte die Schlagzeugerin nicht in seiner Band gehabt, wenn sie nicht zupackend spielen könnte.

Nordischer Sound prägt auch Jacob Young. Der Gitarrist wird im späten April mit neuer Band bei ECM das Album „Forever Young“ veröffentlichen. Live haben die subtilen Kompositionen des Ensembles mit Trygve Seim am Saxophon und dem Pianisten Marcin Wasilewski bei ELBJAZZ Premiere.

Mehr rockig, aber dabei auf die Mittel des Jazz setzend, spielt die schwedische Band Tonbrucket ihr düster dichtes Programm. Die Kompositionen stammen meist vom Gitarristen Johan Lindström (Produzent von Elvis Costello). Dan Berglund war Bassist des unvergessenen Trios e.s.t.

Beim charmanten Quartett Wintergatan, ebenfalls aus Schweden, rockt nur das Schlagzeug. Ansonsten erklingt von der Typewriter-Percussion bis zu Zither und Glockenspiel viel Skurriles. Ungestümer Elfenpopjazz für Michel Gondry und die fabelhafte Amélie.

Und noch einmal Schweden: Mit explosiven Coverversionen haben es die Dirty Loops auf 15 Millionen Klicks gebracht. Stevie Wonder schwärmt, Fans von Jaco Pastorius oder den Yellow Jackets werden Augen und Ohren kaum trauen. Live schlicht sensationell.

Wie nordisch ist Hamburg? Bei Piho Hupo dürfte eine Antwort schwer zu finden sein, denn deren Programm lautet: „konsequent auf den Punkt gebrachte Weiterentwicklung des Free Jazz mit explosiver Genauigkeit und sensibler Intensität“.

Wo bleibt der Süden? Mediterranes ist ELBJAZZ nicht fremd: Der italienische Crooner und Pianist Raphael Gualazzi ist ein Musiker, der beim Eurovision Song Contest und im Hamburger Mojo Club gleichermaßen gern gesehen ist. Er schafft das mit starker Bühnenpräsenz und einem lustvollen Mix aus Jazz von Ragtime bis funky oder soulgefärbt, Pop und Chanson.

Dass süddeutsche Herkunft (Augsburg) sich mit britischer Coolness bestens vertragen kann, beweist der Schlagzeuger Benny Greb mit dem Keyboarder und dem Gitarristen des Trios Troyka (ELBJAZZ 2013). Nicht nur Schlagzeuger haben allen Grund, auf die neue Formation „Moving Parts“ des weltweit geschätzten Drum-Clinic-Gurus gespannt zu sein.

Mit Dieter Ilg kommt schließlich der Südwesten (Freiburg) zum Zug. Nach Verdis „Otello“ hat sich das Trio des Bassisten mit „Parsifal“ Richard Wagner vorgeknüpft. Und siehe da: „Wagner macht Spaß“ (hrs-kultur).

Und wo bleibt München? Der Bassist Wally Warning, der dort als Reggae-Institution gilt, hat eine Tochter Ami. Die ist 18 Jahre jung, schreibt eigene Songs, liebt Soul und Pop – und bringt den Papa mit nach Hamburg.

Last but not least ein Amerikaner, der als allerneueste Hoffnung der Jazzgitarristen-Szene gilt: Greg Osby, Meshell Ndegeocello, Bobby McFerrin – alle wollen Nir Felder in ihrer Band haben. Man darf gespannt sein, wen der songbetont spielende Virtuose nach Hamburg mitbringt.

Wenn bei diesem Programm der Hafen nicht zum Wallfahrtsort für jeden Jazz-Fan und Musikbegeisterten wird, wann dann?

(PR) Fotos von der Pressekonferenz am 15.4.2014 im Hadley’s

Heidi Melis (Hamburger Volksbank), Dr. Herbert Aly (Blom+Voss)
ELBJAZZ: Tina Heine (Festivalleiterin), Götz Bühler (Künstlerische
Leitung), Klaus von Seckendorff
(Künstlerische Leitung)



Tina Heine und Götz Bühler


Für den guten Ton sorgte DJ Martin Hillmann/automart audio

Klaus von Seckendorff (ELBJAZZ) im Gespräch mit
Karsten Jahnke (Konzertdirektion GmbH)


Das aktuelle Programm: (Stand 15.4.2014)

Gregory Porter · Dianne Reeves · Hugh Masekela · Snarky Puppy · Avishai Cohen · Rebekka Bakken · Raul Midón · Andy Emler MegaOctet · Stefano Bollani & NDR Bigband · Raphael Gualazzi · Marilyn Mazur's SPIRIT CAVE · Dirty Loops ·Anthony Joseph · Tonbruket · Bibi Tanga · Andromeda Mega Express Orchestra · The Fresh Dixie Project · Girls in Airports · Timo Lassy · Phronesis ·Baptiste Trotignon und Minino Garay · Jacques Schwarz-Bart JAZZ RACINE HAITI · Jacob Young ·Wintergatan · Hans Lüdemann TRIO IVOIRE · AMI · Dieter Ilg Trio · Benny Greb’s Moving Parts · Nir Felder · Piho Hupo · Oddjob · Gabby Young; Other Animals · Felice Sound Orchestra feat. Viktor Marek · Echoes of Swing · Pink Freud · Tim Allhoff Trio · Three Fall · Ulita Knaus · Fischer Spangenberg Quartett · Ye:Solar · Stefano Bollani (solo)