6.8.15

Ohlstedter Platz – weitere Unterkunft für Flüchtlinge in Hamburg

(PR) Auf dem #Ohlstedter Platz in #Wohldorf-Ohlstedt wird eine #Unterbringung mit bis zu 420 Schlafplätzen in Zelten für #Flüchtlinge errrichtet. Die Bundeswehr bereitet den Aufbau vor. Fotos copyright: #design4friends®, Peter Reincke

„Hamburg, den 06.08.2015

Information

Die Behörde für Inneres und Sport möchte Sie darüber informieren, dass in Ihrer Nachbarschaft aufgrund der hohen und weiterhin stark steigenden Zugangszahlen von Flüchtlingen kurzfristig ein Standort zur Unterbringung eingerichtet werden muss. Andernfalls droht den Schutz suchenden Menschen die Obdachlosigkeit.

Auf dem Ohlstedter Platz werden bis zu 420 Schlafplätze in Zelten eingerichtet
werden müssen. Die Belegung wird kurzfristig, voraussichtlich Mitte August beginnen. Vorbereitende Arbeiten beginnen unverzüglich durch die Bundeswehr. Auf der Anlage ist rund um die Uhr ein Wachdienst vor Ort.

Das Bezirksamt Wandsbek wird in Kürze zu einer gemeinsamen Info-Veranstaltung mit der Behörde für Inneres und Sport einladen. Die Terminfindung läuft bereits. Zusätzlich zu diesem Handzettel informieren wir gegenwärtig auch über die Medien, um sicherzustellen, dass Sie Kenntnis von der Maßnahme erhalten.

Zum Hintergrund:
Hamburg muss aufgrund bundesgesetzlicher Regeln rund 2,5 Prozent aller in Deutschland Schutz suchenden Menschen aufnehmen. Diese Verpflichtung erfüllt die Verwaltung. Im 1. Halbjahr 2015 wurden 5.725 Flüchtlinge öffentlich untergebracht. Damit wurden bereits zum Halbjahr die Zahlen des gesamten Vorjahres 2014 erreicht. Aktuell kommen im Schnitt rund 200 bis 300 Flüchtlinge täglich nach Hamburg. Weitere Information zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.hamburg.de/fluechtlinge

Vielen Dank für Ihr Verständnis."

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Inneres und Sport.




Handzettel an die Haushalte

Ohlstedter Platz






Informationen durch die #Polizei und die #Bundeswehr

Ohlstedter bauten ein „Verpflegungszelt" auf. Hier gibt es kostenlos
Kaffee und Kuchen, belegte Brötchen und mehr. (Spenden wie
z.B. Kaffee werden gerne angenommen) Auch die Soldaten wurden
verpflegt. Dort gibt es auch weitere Informationen und eine Liste
über die Sachen, die gebraucht werden.





 #Wandsbek #Alstertal #Wohldorf-Ohlstedt #Flüchtlinge #Zelte #Ohlstedter Platz #Alte Dorfstraße #Hoisbütteler Straße #Unterstützung #Asyl




4.8.15

Buchtipp: Peter Jäger: „Eddie will leben“ – Roman, KADERA Verlag

Ein Roman aus der Arbeitswelt
Wenn der Fortschritt auf der Überholspur ist

(PM/KV) Peter Jäger ist „Zeitungsmann“ in Quickborn und weiß, wie Druckerschwärze riecht. Und weil er Jahrgang 1940 ist, beobachtete er den Technikwandel im Druckgewerbe aus enger Nähe. In seinem neuen Roman „Eddie will leben – Existenz unter Druck“ ist diese Verbundenheit zu spüren.

Peter Jäger

„Eddie“ war Pionier seiner Branche, machte sich in den Siebzigern mit einer Offsetmaschine selbständig, erlebte goldene Jahre. Maschinell und personell aufgerüstet stellte er jedoch nach der Jahrtausendwende fest, dass Fortschritt und Konkurrenz ihm weit voraus waren. Kein Zweifel, seine Klitsche driftete in Richtung Museumsreife – und er war nun auch nicht mehr der Frischeste.
Wie herauskommen aus diesem zittrigen Schwebezustand zwischen bleierner Drucktradition der Vergangenheit und digitaler Medien-Zukunft? Der Gedanken-Ritt um Modernisierung und Neuausrichtung bringt Eddies Kreislauf in Wallung.
Von den Mitarbeitern verlangt er mehr Einsatz für weniger Geld. Das gibt Zoff und gewerkschaftliche Standpunkte. Der dynamische Werbeprofi und Freund seiner Tochter kommt mit betriebswirtschaftlichen Ratschlägen. Das stört die Liebe. Ehefrau Hanna sorgt sich um Eddies Gesundheit und das Ersparte. Das macht ihn störrisch. Die alten Maschinen tendieren gegen Schrottwert; die neuen sind teurer als gedacht. Ein neues Fahrzeug muss auch noch her. Und im Team sinnt man auf Rache...
An dieser Stelle können wir die Druckbranche verlassen, denn einen „gewachsenen Betrieb“ von seinen Alterserscheinungen zu kurieren, ist in keinem Gewerk mit Links zu erledigen. Zumal wenn es ein Familienunternehmen ist. Und es ist auch nicht allein „Chefsache“, sondern ein betroffenes Netzwerk aus Familie, Mitarbeitern, Freunden und Geschäftspartnern.
„Das war es, was mich interessierte: Was passiert eigentlich mit all den damit verbundenen Menschen?“, sagt Peter Jäger über seinen Roman. „Wir sind uns gar nicht bewusst, wie sehr wir mit dem gewohnten Arbeitsplatz verbunden sind.“ Im Spannungsfeld aus Tradition und Fortschritt, Personalreduzierung und Jobs erhalten, Einsparen und Investieren und nicht zuletzt in der Gegensätzlichkeit von Alt und Jung reihen sich die unterschiedlichsten Szenarien aneinander.
Im Shop des Hamburger Museums der Arbeit leuchtet der Titel auf dem Büchertisch. „Das passt“, freut sich Peter Jäger. „Wir sehen dort, wie man es früher gemacht hat, schmunzeln darüber und loben den Fortschritt mit seinen Chancen. Es ist sicher fair, auch jene zu würdigen, die ihn bezahlen müssen.“
„Eddie will leben“ erschien im Norderstedter Kadera-Verlag (Taschenbuch mit Klappen, ISBN 978-3-944459-42-4, 288 Seiten, 12,00 Euro). Fotos: Verlag


Tags: #Peter Jäger #Eddie will leben #Roman #Zeitungsmann #Quickborn #Arbeitswelt #Drucker #Druckbranche #Museum der Arbeit #Kadera Verlag